Himmelsfahrt

Himmelsfahrt

In der Heimat
nahm ich eine Laufbahn an
um das Fernweh zu stillen

Fern der Heimat
nehme ich den Lotossitz ein
um dem Heimweh nachzugehen

aus dem Gedichtband „Schneefrau“

Was hat sich vor 29 Jahren in Peking, Partnerstadt von Köln ereignet?

Das Tiananmen-Massaker, das ich als Germanistikstudentin in Düsseldorf zu sehen bekam: https://www.youtube.com/watch?v=dRo3q_NtpmQ

In Taipeh musste ich an Teresa Teng erinnern, weil das Tiananmen-Massaker auch ihr Leben geändert hatte. Ihre Eltern flohen vor Kommunisten nach Taiwan und sie kam in Taiwan zur Welt. Durch ihr Leben und Werk lerne ich in Deutschland die Republik China kennen.

Die Freiheit in Deutschland erlaubt mir, die folgende Erkenntnis zu gewinnen:

Im Jahr 1920  liess Lenin  eine Kommunistische Partei in China heimlich gründen.

Mit Hilfe der Kommunisten aus aller Welt hat die KP Chinas insgesamt dreißig Jahre gebraucht, um mit Propaganda, Gewalt und Spionage den 1948 gewählten Präsidenten Chiang Kai-shek und etwa 2 Millionen Chinesen auf die Insel Taiwan zu vertreiben.

Die Bevölkerung im Festlandchina verlor Schritt für Schritt die Menschenrechte und Freiheit, die vor 1949 in der Republik China und Tibet existiert hatten.  Die Republik China, die im Jahr 1911 gegründet wurde und jetzt auf der Insel Taiwan existiert, ist der erste demokratische Staat in der chinesischen Geschichte und in ganz Asien. Damals wurde der Kommunismus in der Republik China verboten, aber die Freiheit in der Demokratie wurde von Moskau missbraucht.

Nach der Machtergreifung wurde alles unter die Führung der Kommunisten gebracht,  jeder Widerstand wurde  brutal unterdrückt. 

Am 15. April 1989 starb der ehemalige Parteisekretär Hu Yaobang (1915-1989). Mit vierzehn wurde Hu von der Propaganda dazu verleitet, sich für den Kommunismus einzusetzen. Er wurde während Maos Kulturrevolution auch verfolgt. Nach seiner Rehabilitierung setzte er sich für eine Demokratisierung ein. Wegen seiner liberalen Haltung wurde Hu nach dem ersten Studentenprotest im Jahr 1986 entmachtet. Sein Tod brachte die Studenten wieder auf die Straße, um erneut unabhängige Vereinigungen und eine freie Presse zu fordern. 

Nachdem ihre Proteste erfolglos blieben und  die kommunistische Volkszeitung sogar unter der Überschrift „Dem Aufruhr muss man klar und deutlich entgegentreten‟ eine Diffamierung veröffentlichte, traten  die Studenten in einen Hungerstreik.

Der Mut und die Selbstaufgabe der Studenten bewegten Millionen Chinesen auf die Straße zu gehen, um gegen Korruption, die Vetternwirtschaft, die Propaganda usw. zu demonstrieren.

Die Personen um den damaligen Parteisekretär Zhao Ziyang (1919 – 2005) wurden der Reihe nach entmachtet oder verhaftet, weil sie bereit waren, sich auf Dialoge mit den Demonstranten einzulassen. Sieben Tage nach dem Hungerstreik verhängte das Regime den Ausnahmezustand.

Ab dem 3. Juni  wurde der einmalige Volksaufstand mit Panzern niedergewalzt, wie 1953 in Ostberlin, 1956 in Ungarn und 1968 in Prag. 

Die Generation, zu der ich gehöre, ist während der roten Kulturevolution geboren und erlebte das Massaker als Schock des Lebens, weil wir den roten Terror davor nicht kannten. Die Propaganda der KP hatte uns ein falsches Bild über die Republik China und das Sowjetchina gezeigt. Wir wussten nicht, dass die KP bereits 80 Millionen Todesopfer gefordert hatte.

Tausende von Menschen meiner Generation wurden seit dem 3. Juni massakriert oder verletzt. Noch mehr Menschen wurden verhaftet oder ins Exil gezwungen.

Am 28. Mai 1989 kam schon eine Studentenführerin zu der Erkenntnis: „Wenn dieses unmenschliche Regime nicht umgestürzt wird, wird das chinesische Volk keine Hoffnung haben, die ganze Nation wird keine Hoffnung haben‟.

Mittlerweile teilen über 306,192,995 Chinesen ihre Meinung.  Es gibt eine Webseite, die ihre Austritte aus der KP und deren Kinder- und Jugendorganisation  registriert. 

http://tuidang.epochtimes.com/

Davon bekommt man in Deutschland kaum etwas mit, warum?

How can we make Tibet independent – In memory of 159 self-immolation heroes

I am thankful to get the opportunity for sharing my experience with you.

Tibet from my perspective

I love Tibet, not only because I was born in Dartsedo. Dsangba and Buttertea are my favorite foods.

For my spiritual development, due to my belief in the reincarnation, I have learnt a lot from tibetan masters like Melarapa (1052-1135).

Because of the Tiananmen-Massacre in 1989, I am against the communist dictatorship and support democracy activists like Dr. Wang Bingzhang, who was kidnapped by the communists in 2002, when he was in Vietnam.
Since 2003 I write on the internet, in order to support the Falun Gong meditation movement against the communist persecution.
2008, after the bloody suppression in Tibet by the communist regime I called for the boycott of the Olympic Games in Peking and wrote an open letter to the Dalai Lama.
From that time I do my best to support the German Tibet Initiative by giving speeches and talks in german.
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Mein Weg zur Freiheit  – Zum fünfzigsten Lebensjahr

Für Bürger in der Bundesrepublik Deutschland gehört die Freiheit zur Selbstverständlichkeit, wie die Luft zum Leben. Für Menschen wie mich, die in einem Unrechtsstaat zur Welt kommen, bedeutet die Freiheit manchmal einen Kampf auf Leben und Tod. Deshalb möchte ich meinen persönlichen Weg beschreiben, damit die jüngere Generation die Freiheit in dem geeinigten Deutschland schätzen und verteidigen könnte.

Um die Freiheit in Westdeutschland  zu erreichen, mussten die Deutschen in der von den Kommunisten besetzten Sowjetzone auch zuerst die Berliner Mauer aus verschiedenen Sperren überwinden, wie ich. Im Vergleich zu den Todesopfern an der Berliner Mauer wie z. B. dem zwanzigjährigen Ostberliner Chris Gueffroy, der als letzter Deutscher am 6. Februar 1989 auf der Flucht nach Westberlin erschossen wurde, hatte ich Glück. Am 17. Dezember 1988 konnte ich mit einem Pass der sogenannten Volksrepublik China und einem Studentenvisum für Düsseldorf die Berliner Mauer ohne Gefahr überschreiten.

So stellt die Berliner Mauer den geographischen Anfang meines Wegs zur Freiheit dar. Im Herbst 1983 begann jedoch schon meine Vorbereitung auf diesen Anfang, als ich in Chongqing, der Partnerstadt von Düsseldorf seit 2004, das deutsche Alphabet lernte. „Mein Weg zur Freiheit  – Zum fünfzigsten Lebensjahr“ weiterlesen

Wechselseitige Wirkung von Peking auf Deutschland

— Zum vierzigsten Todesjahr von Mao

In meinem Geburtsjahr 1966 trat Mao mit den Parolen „Zerschlagt die Alten, bombardiert das Hauptquartier“, eine weitere und seit 1942 seine größte Terrorwelle los. Die deutsche Bezeichnung „Kulturrevolution“ für den roten Terror bis zu seinem Tod im Jahr 1976 ist eine Weichspülung bzw. ein Euphemismus des maoistischen Begriffs – „Die Große proletarische Kulturrevolution“. Mao hat maßgeblich zum kommunistischen Lügensystem beigetragen, was ich als Neusprech à la George Orwell bezeichne.

Wegen der systematischen Gehirnwäsche konnte ich erst in Deutschland infolge des Tiananmen-Massakers 1989 die Kommunistische Partei Chinas als verlogene Staatsterroristen identifizieren. Seitdem setze ich meine Freiheit für die universellen Grundwerte ein. Wegen meines Einsatzes gegen die Falun-Gong-Verfolgung durch das KP-Regime, werde ich seit 14 Jahren von seinem Machtbereich ausgeschlossen, während die Chinesen im Land wegen ihrer Lebensprinzipien „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Duldsamkeit“ verfolgt werden und sogar systematisch bei lebendigem Leibe ihrer Organe beraubt werden. „Wechselseitige Wirkung von Peking auf Deutschland“ weiterlesen

Mein chinesisches Glück trotz der deutschen Sorgen

— Zum Tag der Deutschen Einheit

In Deutschland wird der Tag der Einheit wieder gefeiert. Die Berliner Mauer, die friedliche Revolution der Ostdeutschen und die deutsche Wiedervereinigung habe ich miterlebt, wie eine Ostdeutsche in Westdeutschland. Denn mein Herkunftsland China gehörte wie die DDR zum sozialistischen Machtgebiet. So stand die SED-Führung  zum KP-Regime, als es wegen seines Massakers in Peking vom Westen verurteilt wurde.

Nachdem die internationalen Kommunisten mit Propaganda, Spionen und Waffen die mit Wahl legitimierte Regierung unter Chiang Kai-shek auf die Insel Taiwan vertrieben, wurde die Bildungsschicht in China ermordet, enteignet und marginalisiert. Seitdem gibt es in China nur die Geschichtsverfälschung und systematische Desinformation der Kommunisten. Beispielsweise lernte ich in der Schule, dass wir der Kommunistischen Partei ein glückliches Leben zu verdanken hätten, während zwei Drittel der Weltbevölkerung unter Hunger und Kälte leiden würden. Die systematische Desinformation in der VR China ist nicht leicht zu erkennen, weil das KP-Regime seit seiner Machtergreifung alle anderen Informationsquellen verboten hat. „Mein chinesisches Glück trotz der deutschen Sorgen“ weiterlesen

Verschiedene Fluchtarten,unterschiedliche Gründe, aber gleiche Ursache

Der Flüchtlingsstrom in den freiheitlichen Westen ist mittlerweile in Europa so stark, dass aus ihm eine Flüchtlingskrise geworden ist. Schon 1989,  als ich im Sommersemester in Düsseldorf zu studieren begann, lernte ich im Studentenwohnheim Mitbewohner kennen, die aus dem Iran und Afghanistan geflohen waren. Nach dem Tiananmen-Massaker in Peking 1989 wurden viele Demonstranten verhaftet, aber auch unzähligen Chinesen gelang es, vor der Verhaftung in den Westen zu fliehen. Im Laufe der vergangenen 27 Jahren habe ich viele Flüchtlinge aus verschiedenen totalitären Staaten kennengelernt. Dank meiner Erfahrungen mit ihnen bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass der Flüchtlingsstrom auf die Totalitarismen zurückzuführen ist, egal wie die Flucht aussieht und wie die Flüchtlinge empfinden.
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