XU Pei: Propagandistin für die KP Chinas

2008 wurde ich auf die öffentlichen Äußerungen einer Bekannte hingewiesen, die damals stellvertretende Redaktionsleiterin des chinesischen Programms der Deutschen Welle war und Zhang Danhong heißt. Bis dahin hatte sie auf mich einen guten Eindruck hinterlassen und ich hielt sie für kompetent. Deshalb wurde ich von ihren Argumenten für das KP-Regime überrascht und auch geärgert. Nachdem sie meine Bitte um Austausch abgelehnt hatte, konnte ich erfahren, dass sie zu den Mitgliedern der KP Chinas gehört, die bei der Deutschen Welle eingestellt sind.

Seitdem unterstütze ich die KP-Gegner beim Kampf um die Deutsche Welle. Denn ich sehe nicht ein, dass die Deutsche Welle made in Peking ist.

In diesem Sinne möchte ich die folgenden Zitate von Zhang Danhong bekannt machen, die ein deutscher Journalist damals gesammelt und mir geschickt hat. Zhang Danhong hat sie bei Maybrit Illner, einer DLF-Diskussionssendung und bei einer Diskussion beim Kölner Stadt-Anzeiger gesagt:

„Es ist China gelungen, 400 Millionen Menschen aus der absoluten Armut zu holen. Damit hat die Kommunistische Partei Chinas mehr als jede politische Kraft auf der Welt zur Verwirklichung des Artikels 3 der Erklärung der allgemeinen Menschenrechte beigetragen.“

Über die Kritik an der Sperrung von Internetseiten, konkret Falun Gong und Free-Tibet: „Darüber zu meckern, dass Seiten gesperrt sind, geht in die inneren Angelegenheiten Chinas.“ Es sei aber ein Fehler gewesen, die Seiten der BBC und der DW zu sperren. Und dann folgender Vergleich zu Falun Gong und Free Tibet: „Hier in Deutschland kann man auch nicht jede Seite aufmachen, zum Beispiel Kinderpornografie oder Rechtsrextremismus.“

„Die Mehrheit in China will mehr Reichtum haben und sich nicht über Falun Gong informieren.“

„China bewegt sich in Richtung Pressefreiheit.“

EU-Parlamentspräsident Pöttering hat die Sportler dazu aufgerufen, in China ein Zeichen zu setzen. Dazu Zhang: „Populismus“

„Dass China ein Konkurrent des Westens geworden ist, ist der Grund, warum es jetzt so sehr unter die Lupe genommen wird.“

„Es stimmt einfach nicht, dass tibetisch nicht gesprochen werden darf in Tibet. Tibetisch ist dem chinesischen gleichrangig.“

„Tatsache ist, dass die chinesische Regierung viel dafür tut, die Sprache und die Kultur (gemeint ist die tibetische) zu pflegen.“

Zu einem verhafteten Dissidenten, der seine Meinung gesagt hat und auch von der DW immer wieder interviewt wurde: „Wir können nicht wegen dieses Einzelschicksals über die Fortschritte schweigen, die erzielt wurden.“

„China darf nicht dafür bestraft werden, dass es sich immer weiter geöffnet hat und westliche Werte übernommen hat.“

Kritik an einem Strategiepapier der CDU: „Dieses Papier teilt Asien in Demokratien und Diktaturen. Mit den Demokratien, den Guten (Indien, Japan Südkorea) wollen wir enger zusammenarbeiten und von den Bösen, angeführt von China wollen wir uns fernhalten.“ (Diese Zusammenfassung meint Zhang als Vorwurf).

„Die rote Linie ist für die Führung, die Herrschaft der KP nicht herauszufordern.“ „Das ist nur ein kleiner harter Kern.“

„Es gibt gewisse Grenzen für die chin. Regierung und die dürfen nicht überschritten werden und das wissen die Dissidenten auch.“

Aussagen, dass die Menschenrechtssituation sich verschlechtert habe, seien „nicht verantwortlich.“

„Ich hoffe, dass die Kritik von außen konstruktiver wird.“

Im Gegensatz zu der Propagandistin bei der Deutschen Welle stellt sich He Qinglian als unabhängige Chinaexpertin dar:

http://web.archive.org/web/20120208110327/http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/interview-was-will-die-deutsche-welle-1726847.html