Kein “Befreiungsschlag” ohne Anstand

Das ist mein erster Kommentar in Bezug auf den Islam, den ich am 17.09.2010 im Internet veröffentlichte.   Bei der Überprüfung nach mehr als fünf Jahren habe ich nur einen sprachlichen Fehler korrigiert.

Als eingebürgerte Exilchinesin mache ich mir auch Sorgen um Deutschland, aber nicht wegen der muslimischen Migranten, sondern wegen der Einflussnahme der kommunistischen Machthaber meines Heimatlandes. Seit einigen Jahren hege ich den Verdacht, dass immer mehr Deutsche die Grundwerte vergessen und ihre jeweiligen öffentlichen Posten zu eigenen Vorteilen missbrauchen.

In diesem Zusammenhang fiel mir auch Thilo Sarrazin auf, der als SPD-Politiker Finanzsenator in Berlin war und dann Vorstandsmitglied der Bundesbank wurde. Seine Äußerungen, wie z.B. „Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert” sind bei mir inhaltlich gut angekommen, aber ich bedauere seine Grundhaltung. Wie kann ein SPD-Mann ein empfindliches Thema so herablassend behandeln?

Als SPD-Politiker und Bundesbanker ist Sarrazin dazu verpflichtet, sich nach den sozialdemokratischen Grundwerten und dem Verhaltenskodex der Bundesbank zu richten. Ein Amtsträger oder Würdenträger darf nicht nur Redefreiheit genießen, sondern muss auch Verantwortung übernehmen.

Die öffentliche Kritik hat Herrn Sarrazin nicht dazu gebracht, den Stil seines Buchs mit dem Titel „Deutschland schafft sich ab” zu verbessern, im Gegenteil haben das Buch und der Autor noch mehr Äußerungen geliefert, die noch mehr Menschen gegen ihn aufgebracht haben.

Deutschland kann sich selbst nicht abschaffen, wegen des Missbrauchs der Sozialhilfe, der Einwanderer oder der Unterschicht, denn sie belasten zwar das deutsche Schiff, aber es wird erst gefährlich, wenn die Mannschaft der Politiker das Schiff nicht mehr ordentlich bedient.

Ein Ausfall in die braune Ecke

Seit 37 Jahren ist Sarrazin ein SPD-Mitglied und hätte ohne die SPD diese Karriere nicht gemacht. Nun stellt die SPD fest, dass Sarrazin Thesen vertritt, die gegen sozialdemokratische Grundwerte und das Menschenbild der SPD verstoßen. Ein Parteiausschluss wäre zwar logisch, aber wohl zu spät.

Eine Provokation ist medienwirksam, aber kann die bekannten Missstände in der deutschen Ausländerpolitik nicht beheben. Damit hat Sarrazin der Sache eher geschadet als genützt. Nur Intelligenz – ohne Nächstenliebe – kann die Parallelgesellschaften in Deutschland nicht überwinden. Man muss nicht ein ganzes Buch gelesen haben, um den Autor zu beurteilen, so wie man nicht eine Flasche auszutrinken braucht, um zu wissen, was für ein Getränk die Flasche enthält.

Der Soziologin muslimischer Herkunft Necla Kelek stimme ich gerne zu, dass sich Sarrazin über Deutschland den Kopf zerbrochen habe. Aber er darf den Staat nicht über die Menschenwürde stellen und nicht aus Sorge um Deutschland den Anstand missachten. Im Vergleich zu Warren Buffett und Bill Gates, die “The Giving Pledge” initiiert haben, hat mich Thilo Sarrazin weder von einer hohen Intelligenz noch von einer großen Vaterlandsliebe überzeugt.

Durch Kelek fühle ich mich auch bestätigt, dass der Islam eine politische Ideologie und ein gesellschaftliches System ist. Meines Erachtens gehört der Islam wie der Kommunismus zum Totalitarismus. Im Iran wie in China, gibt es weder Menschenrechte noch Gedankenfreiheit. Deshalb befinden sich unter den Immigranten auch Exiliraner und Exilchinesen. Das Regime im Iran wird auch von der KPCh-Diktatur unterstützt. Beide Ideologien und Staatsformen sind mit der deutschen Verfassung nicht konform. Die deutsche Demokratie sollte sich sowohl vor der Islamisierung als auch der Infiltration des Kommunismus schützen. Das ist aber kein Grund dafür, dass man sich des rassistischen Gedankengutes bedient.

Bei der Empörung über Sarrazin hat sich gezeigt, dass wenigstens in den staatstragenden Kreisen das rechte Gedankengut verpönt ist.

Deutschland ist bedroht, aber die Gefahr durch die Islamisierung oder von rechts ist viel kleiner als von links. Denn die KP Chinas versucht, mit allen Mitteln andere Länder zu infiltrieren. Ein Kniefall vor den roten Machthabern kommt in Deutschland viel häufiger vor, als ein Ausfall in die braune Ecke.

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