Lesung am 02.12.2018

Aus meinem Winkel … in der Lyrikreihe Emigration/Migration

Sonntag
02.12.2018
Uhrzeit:
17:00 Uhr – 18:30 Uhr

Zu Welt- und Einsichten aus unterschiedlichen kulturellen Perspektiven konnte der Dichter und Rezitator Wolfgang Reinke, Initiator der Lyrikreihe „Emigration/Migration“, die Dichterin Xu Pei gewinnen.

Xu bezeichnet sich auch als deutsche Verfassungspatriotin chinesischer Herkunft. 1966 in der VR China geboren und aufgewachsen, lebt seit Ende 1988 in Europa. Sie promovierte 1996 in Germanistik und erhielt verschiedene Literatur-Stipendien.

Reinke, geboren 1957 in Mülheim/Ruhr, studierte als Gutenberg-Stipendiat Architektur in Mainz, ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller*innen und erhielt 2005 das Arbeitsstipendium des Landes NRW für Schriftsteller. Seit 2007 konzipiert und leitet er die Lesereihe „Elfenbeinturm. Dichter lesen Dichter“.

Beide lesen aus ihren letzten Publikationen.

Informationen dazu hier

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Was gehen die Deutschen die Menschenrechte in „China“ an?

Unter dem Wort China ist in den deutschen Medien mittlerweile nur noch die so genannte Volksrepublik China zu verstehen.

Das Wort China in meiner Überschrift ist auch durch andere Unrechtsstaaten wie z.B. Nordkorea zu ersetzen.

Was bedeutet das Wort China?

Eigentlich bedeutet China Reich der Mitte und ist seit 1911 die Abkürzung der Republik China. Aber mit Unterstützung der internationalen Kommunisten haben die Kommunistische Partei Chinas 1949 die Volksrepublik China ausgerufen und die Republik China auf die Insel Taiwan vertrieben. Um das einmal deutlich klar zu stellen: Die Volksrepublik China hat mit der Republik China so wenig zu tun wie die ehemalige DDR mit der BRD.
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Was hat sich vor 29 Jahren in Peking, Partnerstadt von Köln ereignet?

Das Tiananmen-Massaker, das ich als Germanistikstudentin in Düsseldorf zu sehen bekam: https://www.youtube.com/watch?v=dRo3q_NtpmQ

In Taipeh musste ich an Teresa Teng erinnern, weil das Tiananmen-Massaker auch ihr Leben geändert hatte. Ihre Eltern flohen vor Kommunisten nach Taiwan und sie kam in Taiwan zur Welt. Durch ihr Leben und Werk lerne ich in Deutschland die Republik China kennen.

Die Freiheit in Deutschland erlaubt mir, die folgende Erkenntnis zu gewinnen:

Im Jahr 1920  liess Lenin  eine Kommunistische Partei in China heimlich gründen.
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Mein Weg zur Freiheit  – Zum fünfzigsten Lebensjahr

Für Bürger in der Bundesrepublik Deutschland gehört die Freiheit zur Selbstverständlichkeit, wie die Luft zum Leben. Für Menschen wie mich, die in einem Unrechtsstaat zur Welt kommen, bedeutet die Freiheit manchmal einen Kampf auf Leben und Tod. Deshalb möchte ich meinen persönlichen Weg beschreiben, damit die jüngere Generation die Freiheit in dem geeinigten Deutschland schätzen und verteidigen könnte.

Um die Freiheit in Westdeutschland  zu erreichen, mussten die Deutschen in der von den Kommunisten besetzten Sowjetzone auch zuerst die Berliner Mauer aus verschiedenen Sperren überwinden, wie ich. Im Vergleich zu den Todesopfern an der Berliner Mauer wie z. B. dem zwanzigjährigen Ostberliner Chris Gueffroy, der als letzter Deutscher am 6. Februar 1989 auf der Flucht nach Westberlin erschossen wurde, hatte ich Glück. Am 17. Dezember 1988 konnte ich mit einem Pass der sogenannten Volksrepublik China und einem Studentenvisum für Düsseldorf die Berliner Mauer ohne Gefahr überschreiten.

So stellt die Berliner Mauer den geographischen Anfang meines Wegs zur Freiheit dar. Im Herbst 1983 begann jedoch schon meine Vorbereitung auf diesen Anfang, als ich in Chongqing, der Partnerstadt von Düsseldorf seit 2004, das deutsche Alphabet lernte. „Mein Weg zur Freiheit  – Zum fünfzigsten Lebensjahr“ weiterlesen

Wechselseitige Wirkung von Peking auf Deutschland

— Zum vierzigsten Todesjahr von Mao

In meinem Geburtsjahr 1966 trat Mao mit den Parolen „Zerschlagt die Alten, bombardiert das Hauptquartier“, eine weitere und seit 1942 seine größte Terrorwelle los. Die deutsche Bezeichnung „Kulturrevolution“ für den roten Terror bis zu seinem Tod im Jahr 1976 ist eine Weichspülung bzw. ein Euphemismus des maoistischen Begriffs – „Die Große proletarische Kulturrevolution“. Mao hat maßgeblich zum kommunistischen Lügensystem beigetragen, was ich als Neusprech à la George Orwell bezeichne.

Wegen der systematischen Gehirnwäsche konnte ich erst in Deutschland infolge des Tiananmen-Massakers 1989 die Kommunistische Partei Chinas als verlogene Staatsterroristen identifizieren. Seitdem setze ich meine Freiheit für die universellen Grundwerte ein. Wegen meines Einsatzes gegen die Falun-Gong-Verfolgung durch das KP-Regime, werde ich seit 14 Jahren von seinem Machtbereich ausgeschlossen, während die Chinesen im Land wegen ihrer Lebensprinzipien „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Duldsamkeit“ verfolgt werden und sogar systematisch bei lebendigem Leibe ihrer Organe beraubt werden. „Wechselseitige Wirkung von Peking auf Deutschland“ weiterlesen

Mein chinesisches Glück trotz der deutschen Sorgen

— Zum Tag der Deutschen Einheit

In Deutschland wird der Tag der Einheit wieder gefeiert. Die Berliner Mauer, die friedliche Revolution der Ostdeutschen und die deutsche Wiedervereinigung habe ich miterlebt, wie eine Ostdeutsche in Westdeutschland. Denn mein Herkunftsland China gehörte wie die DDR zum sozialistischen Machtgebiet. So stand die SED-Führung  zum KP-Regime, als es wegen seines Massakers in Peking vom Westen verurteilt wurde.

Nachdem die internationalen Kommunisten mit Propaganda, Spionen und Waffen die mit Wahl legitimierte Regierung unter Chiang Kai-shek auf die Insel Taiwan vertrieben, wurde die Bildungsschicht in China ermordet, enteignet und marginalisiert. Seitdem gibt es in China nur die Geschichtsverfälschung und systematische Desinformation der Kommunisten. Beispielsweise lernte ich in der Schule, dass wir der Kommunistischen Partei ein glückliches Leben zu verdanken hätten, während zwei Drittel der Weltbevölkerung unter Hunger und Kälte leiden würden. Die systematische Desinformation in der VR China ist nicht leicht zu erkennen, weil das KP-Regime seit seiner Machtergreifung alle anderen Informationsquellen verboten hat. „Mein chinesisches Glück trotz der deutschen Sorgen“ weiterlesen